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Akustik
Schallpegel mehrerer Quellen addieren, Pegelabnahme mit der Entfernung und Umrechnung zwischen Schallleistung und Schalldruck.
Schallpegel-Addition
bis zu 5 Quellen energetisch addieren
Gesamtpegel L_ges–
Erhöhung ggü. lautester Quelle–
Merkregel: 2 gleich laute Quellen → +3 dB · 10 gleich laute → +10 dB.
Theorie
Schallpegel sind logarithmisch – addiert werden die Schallenergien, nicht die dB-Werte:Lges = 10 · lg( Σ 10Lᵢ/10 )
- +3 dB = Verdopplung der Schallenergie
- +10 dB = 10-fache Energie, empfunden „doppelt so laut"
- Quellen, die >10 dB leiser sind, tragen praktisch nichts bei
Pegelabnahme mit der Entfernung
Punkt- oder Linienquelle
Pegelabnahme ΔL–
Pegel L₂ bei r₂–
Freifeldbedingungen – Reflexionen, Hindernisse und Luftabsorption nicht berücksichtigt. Vergleich TA-Lärm: Wohngebiet tags 55 / nachts 40 dB(A).
Theorie
Bei kugelförmiger Ausbreitung verteilt sich die Schallenergie auf immer größere Flächen:Punktquelle: L₂ = L₁ − 20 · lg r₂r₁
Linienquelle: L₂ = L₁ − 10 · lg r₂r₁
- Punktquelle: −6 dB je Abstandsverdopplung
- Linienquelle: −3 dB je Verdopplung
- gilt im Freifeld ohne Boden-/Wandreflexion
Schallleistung ↔ Schalldruck
Schalldruckpegel im Abstand r berechnen
Messflächenmaß–
Schalldruckpegel L_p–
Theorie
Der Schallleistungspegel LW beschreibt die Quelle, der Schalldruckpegel Lp das, was im Abstand r ankommt:Lp = LW − 10 · lg 4·π·r²Q
- Q – Richtwirkungsfaktor durch reflektierende Flächen
- Maschine auf Boden: Q = 2 (Halbkugelausbreitung)
- LW steht auf Typenschildern/Datenblättern (z. B. Ventilatoren)
Überschlägige Berechnung – für Genehmigungsverfahren ist eine Prognose nach TA Lärm / DIN ISO 9613-2 erforderlich.