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Wärmetechnik
Wärmeleitung durch Wände und Isolierungen, Wärmedurchgang, Wärmetauscher-Auslegung, Strahlung und Aufheizvorgänge.
Wärmeverlust Rohrleitung mit Isolierung
Zylinderförmige Wärmeleitung + äußerer Übergang
Wärmeverlust je Meter q̇–
Gesamt-Wärmeverlust Q̇–
Oberflächentemperatur–
Vergleich: ohne Isolierung*–
*ohne Isolierung mit gleichem α, ohne Strahlungsanteil – realer Verlust blanker Rohre ist meist noch höher.
Theorie
Wärmestrom je Meter Rohr durch eine zylindrische Isolierschicht mit äußerem Wärmeübergang:q̇ = π · (Ti − Ta)ln(d₂/d₁)2·λ + 1α·d₂
- d₂ = d₁ + 2·s – Außendurchmesser der Isolierung
- λ – Wärmeleitfähigkeit (Mineralwolle ≈ 0,04 W/mK)
- α – Wärmeübergang außen (ruhende Luft ≈ 8–12 W/m²K)
- Innerer Übergang und Rohrwand (Stahl) sind vernachlässigbar klein.
Wärmedurchgang ebene Wand (U-Wert)
bis zu 3 Schichten + Übergänge
U-Wert–
Wärmestrom Q̇–
Theorie
Der Wärmedurchgangskoeffizient U fasst alle Teilwiderstände zusammen:1U = 1αᵢ + Σ sⱼλⱼ + 1αₐ
Q̇ = U · A · ΔT
Typische α-Werte:
- ruhende Luft (innen): 8 W/m²K
- bewegte Luft (außen): 25 W/m²K
- strömendes Wasser: 500–4000 W/m²K
- kondensierender Dampf: 5000–10000 W/m²K
Wärmetauscher (LMTD-Methode)
erforderliche Austauschfläche
Übertragene Leistung Q̇–
ΔT_log–
erforderliche Fläche A–
Theorie
Auslegung über die mittlere logarithmische Temperaturdifferenz:Q̇ = ṁ · cp · (Th1 − Th2)
ΔTlog = ΔT₁ − ΔT₂ln(ΔT₁ / ΔT₂)
A = Q̇U · ΔTlog
- Gegenstrom: ΔT₁ = Th1−Tk2, ΔT₂ = Th2−Tk1
- Gleichstrom: ΔT₁ = Th1−Tk1, ΔT₂ = Th2−Tk2
- Gegenstrom benötigt bei gleicher Leistung weniger Fläche.
Wärmestrahlung
Stefan-Boltzmann-Gesetz
spez. Strahlungsleistung q̇–
Strahlungsleistung Q̇–
Theorie
Nettoabstrahlung eines Körpers an die Umgebung:Q̇ = ε · σ · A · ( T₁⁴ − T₂⁴ )
σ = 5,67·10⁻⁸ W/m²K⁴ (Temperaturen in Kelvin!). Emissionsgrade:
- schwarzer Körper: 1,0
- oxidierter Stahl: ≈ 0,8
- Lackierte Fläche: ≈ 0,9
- blankes Aluminium: ≈ 0,05
Aufheizen / Abkühlen
Wärmemenge und Heizleistung
Wärmemenge Q–
Q–
erf. Heizleistung P–
Theorie
Die zum Erwärmen nötige Wärmemenge:Q = m · c · (T₂ − T₁)
Die erforderliche Heizleistung bei gewünschter Aufheizzeit t:
P = Qt · η
- η berücksichtigt Verluste (Isolierung, Übertragung)
- 1 kWh = 3600 kJ
- Merkwert: 1 m³ Wasser um 1 K erwärmen ≈ 1,16 kWh
Überschlägige Berechnung – ersetzt keine normgerechte Auslegung.