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Festigkeit

Durchbiegung und Spannung von Trägern, Spannungsberechnung, Knicksicherheit und Querschnittswerte.

Biegeträger – Durchbiegung & Spannung

4 Lastfälle, Einzellast oder Streckenlast
max. Durchbiegung f
max. Biegemoment M_b
Biegespannung σ_b
Ausnutzung σ_b/σ_zul
Durchbiegeverhältnis L/f
Richtwert Maschinenbau: f ≤ L/500 bis L/1000. Bei Streckenlast: q in N/mm eingeben (Gesamtlast = q·L).

Theorie

Durchbiegung und Moment je Lastfall:
Aufl. + Einzellast:  f = F·L³48·E·I ,  M = F·L4
Aufl. + Streckenlast:  f = 5·q·L⁴384·E·I ,  M = q·L²8
Krag + Einzellast:  f = F·L³3·E·I ,  M = F·L
Krag + Streckenlast:  f = q·L⁴8·E·I ,  M = q·L²2
Die Biegespannung folgt aus dem Widerstandsmoment:
σb = MbW ≤ σzul
σzul = Re/S, z. B. S235: 235/1,5 ≈ 156 N/mm².

Spannungen & Vergleichsspannung

Zug/Druck, Biegung, Torsion → von Mises
Zug-/Druckspannung σ_z
Biegespannung σ_b
Torsionsspannung τ_t
Vergleichsspannung σ_v (GEH)
Ausnutzung

Theorie

Grundbeanspruchungen:
σz = FA  ·  σb = MbW  ·  τt = MtWp
Bei kombinierter Beanspruchung wird nach der Gestaltänderungsenergiehypothese (GEH, von Mises) zusammengefasst:
σv = zb)² + 3·τt²
  • GEH gilt für zähe Werkstoffe (Stahl)
  • für spröde Werkstoffe: Normalspannungshypothese
  • Nachweis: σ_v ≤ σ_zul = R_e/S

Knickung nach Euler

kritische Knicklast schlanker Druckstäbe
Knicklänge L_k
Schlankheitsgrad λ
kritische Knicklast F_k
Knicksicherheit S = F_k/F
Erforderlich im Maschinenbau: S ≥ 3–5. Euler gilt nur im elastischen Bereich (λ ≳ 105 bei S235) – darunter Tetmajer verwenden.

Theorie

Ein schlanker Druckstab weicht bei der kritischen Last seitlich aus:
Fk = π² · E · ILk²
Die Knicklänge Lk hängt von der Lagerung ab (Eulerfälle 1–4). Der Schlankheitsgrad beurteilt die Gültigkeit:
λ = Lki  mit  i = I / A
  • λ ≥ ca. 105 (S235): elastische Knickung → Euler
  • λ < 105: unelastischer Bereich → Tetmajer-Geraden
  • λ < 60: reiner Druckspannungsnachweis

Querschnittswerte I und W

Rechteck, Kreis, Rohr, Rechteckrohr
Fläche A
Flächenträgheitsmoment I
Widerstandsmoment W
Biegung um die horizontale Achse (Höhe h bzw. Durchmesser wirksam).

Theorie

Das Flächenträgheitsmoment I beschreibt die Biegesteifigkeit, das Widerstandsmoment W = I/z_max die Beanspruchbarkeit des Querschnitts:
Rechteck:  I = b·h³12 ,  W = b·h²6
Kreis:  I = π·d⁴64 ,  W = π·d³32
Rohr:  I = π·(D⁴−d⁴)64 ,  W = 2·ID
  • Material weit weg von der Achse wirkt am stärksten (h³!)
  • deshalb sind I-Profile und Rohre so effizient
Überschlägige Berechnung – ersetzt keine normgerechte Nachweisführung (z. B. Eurocode 3).