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Maschinenelemente
Auslegung von Verbindungselementen: Schrauben, Pressverbindungen, Passfedern und Schweißnähte.
Schraubenverbindung
Vorspannkraft und Anziehmoment (überschlägig)
Spannungsquerschnitt A_s–
Vorspannkraft F_V–
Anziehmoment M_A–
übertragbare Querkraft je Fuge (μ=0,15)–
Überschlägige Werte nach vereinfachtem Verfahren. Für kritische Verbindungen: systematische Berechnung nach VDI 2230.
Theorie
Beim Anziehen wirken Zug- und Torsionsspannung gleichzeitig. Die Vorspannkraft wird so gewählt, dass die Vergleichsspannung ca. 90 % der Streckgrenze erreicht:σred = σ² + 3·τ² = ν · Rp0,2
Das Anziehmoment:
MA = FV · ( 0,16·P + μ·( 0,58·d₂ + Dkm2 ) )
- P – Gewindesteigung, d₂ – Flankendurchmesser
- Dkm – mittlerer Kopfauflagedurchmesser
- μ – Reibwert Gewinde/Kopf (geölt ≈ 0,12)
Zylindrische Pressverbindung
übertragbares Moment aus Fugendruck
Fugenfläche A_F–
max. übertragbares Moment–
zulässig mit Sicherheit S_r–
Bewertung–
übertragbare Axialkraft–
Theorie
Der Fugendruck p presst Welle und Nabe aufeinander; Reibung überträgt das Moment:Mmax = p · μ · π · dF² · L2
Fax,max = p · μ · π · dF · L
- p entsteht durch das Übermaß (Lamé-Gleichungen)
- μ: trocken gefügt ≈ 0,15–0,2, geölt ≈ 0,08–0,12
- Nachweis: M_t ≤ M_max / S_r mit S_r ≈ 1,5–2
Passfederverbindung
Flächenpressung nach DIN 6885 (Form A)
Umfangskraft F_u–
Flächenpressung p–
Ausnutzung–
erf. tragende Länge–
Bei 2 Passfedern trägt real nur ≈ 75 % (Tragfaktor 1,5 statt 2). Rundstirnige Form A: l_tr = l − b.
Theorie
Maßgebend ist die Flächenpressung an der Nabennutflanke:p = 2 · Mtd · h′ · ltr · n·φ ≤ pzul
- h′ ≈ 0,45·h – tragende Höhe der Nutflanke
- ltr – tragende Länge (bei Form A: l − b)
- n·φ – wirksame Anzahl (2 Federn: φ = 0,75)
- p_zul: GG-Nabe ≈ 80, Stahl ≈ 120–150 N/mm²
Kehlnaht unter Zug/Schub
vereinfachter Spannungsnachweis
Nahtfläche A_w–
Nahtspannung σ_w–
Ausnutzung–
erf. Nahtlänge bei a–
Mindestnahtdicke: a ≥ 3 mm und a ≥ √(t_max) − 0,5. Für tragende Bauteile: Nachweis nach EC3 erforderlich.
Theorie
Die Spannung wird auf den rechnerischen Nahtquerschnitt bezogen:σw = Fa · lw ≤ σw,zul
- a – Nahtdicke (Höhe des einbeschriebenen Dreiecks)
- lw – wirksame Nahtlänge (ohne Endkrater)
- Schubbeanspruchung wird mit Faktor ≈ 0,65 abgemindert
- σw,zul hängt von Werkstoff, Nahtgüte und Lastfall ab
Überschlägige Berechnung – für kritische Verbindungen VDI 2230 / Eurocode 3 anwenden.